Diesmal führte uns die Saisonvorbereitung auf die Insel Zypern, die im südöstlichen Mittelmeer gelegen ist. Los ging es am 22. Februar in aller Herrgottsfrühe, da unser Flieger ab Hamburg bereits um 6.00 Uhr startete. Das Wetter in Deutschland wollte uns noch einen letzten Gruß schicken, wir wollten unseren Augen gar nicht trauen, als wir um halb 4.00 Uhr Patricks Wohnung verließen um zum Flughafen zu fahren. Es schneite und 20 cm Neuschnee lag auf der Straße. Wir machten uns Gedanken, ob der Dritte im Bunde, Carsten, den Flughafen noch rechtzeitig erreichen würde, da er mit dem Flughafenbus von Kiel kam. Zum Glück lief alles gut und wir saßen alle rechtzeitig im Flieger. Dieser musste noch enteist werden und wir machten uns mit 20 Minuten Verspätung auf in Richtung Nürnberg wo wir eine Zwischenlandung hatten. In Nürnberg trafen wir dann auch den Rest der Bande. Dieses waren 13 ambitionierte Radfahrer (Transalp, Nove Colli, Iran Man Hawaii – Fahrer). Der Flieger ab Nürnberg startete pünktlich und nach 3 Stunden erreichten wir Zypern, den Flughafen in Paphos. Von hier ab waren es nur noch 60 km bis zu unserem Hotel, was in Limassol lag. Dort angekommen checkten wir uns ein, uns wurde der Fahrradraum gezeigt und wir machten uns auf dem Weg in unsere Zimmer.
Das Hotel
Der Komfort im Hotel Elias Beach ist gut. Unser Zimmer hatte Meerblick und die Betten waren gemütlich. Das Essen war sehr gut und reichhaltig. Das Frühstück war aus verschiedenen Sachen zusammengestellt u.a. Süßes, wie Marmelade, oder deftig nach amerikanischem Stil. Das Mittagessen ähnelte dem Abendessen. Es bestand aus einer Salatbar sowie verschiedenen wechselnden warmen Speisen und einer Nachtischtheke. Das Abendessen hatte jeden Abend ein anderes Themengebiet wie z. B. landestypische Kost. Da wir All-Inclusiv gebucht hatten, brauchten wir uns um die Getränke keine Sorgen machen, da die Liste zu diesem Angebot riesig groß war. Nach dem Abendessen trafen wir uns immer der
Lounge, wo es ein reichhaltiges Angebot von Cocktails gab. Diese Lokalität wurde auch gerne nach der Ausfahrt benutzt, da man hier eine reichhaltige Auswahl von Sandwichs und Kuchen gab. Das Sportangebot bestand aus einem Kraftraum, einer Sauna, die pro benutzte Stunde 7 Euro kostete und ein kleines Schwimmbad drinnen und einen großen Pool draußen. Unsere Räder stellten wir im Radraum unter, der ein kleines dreckiges, dunkles Loch war, wo man aufpassen musste, dass man nicht in einen Gully stolperte. Für diese Unterkunft durften wir auch noch 20 Euro bezahlen. Sonst kann man über das Hotel nichts Negatives sagen, es wird von vielen Leuten aus aller Welt besucht. Zu unserer Zeit war die polnische Frauen Fußballnationalmannschaft dort, um sich auf die WM-Qualifikation für die WM 2011 in Deutschland vorzubereiten. Mit der besagten Mannschaft machten wir ein Mannschaftsfoto sowie einen Trikottausch, der natürlich nur der Völkerverständigung diente. Des Weiteren waren die Fahrer und Mechaniker der FIA Oldtimer Rallye in unserem Hotel untergebracht. Diese nutzen wir natürlich um die alten Fahrzeuge kräftig zu fotografieren.
Fahrt zum Kloster
Die Fahrt zum Kloster sollte für uns Nordlichter der erste Kontakt in diesem Jahr mit Bergen werden. Den ersten Teil der Strecke führte uns Nahe der Autobahn in Richtung Governor´s Beach. Hier fuhren wir die ersten 50 Kilometer locker dahin in einer größeren Gruppe. Als es das erste Mal einen kleinen Anstieg zu erklimmen galt, zerfiel die Gruppe ein wenig. Nach diesem sehr kurzen Anstieg bogen wir in der Nähe von Kornos rechts ab auf die F 106, um den Anstieg auf das 648 m hoch gelegene Kloster anzugehen. Dieser Anstieg wurde von anderen Radfahrern auch gerne zum Training genommen. Als erstes trafen wir zwei Mountainbiker die uns mit unseren Rennrädern total versägten. Es waren sehr gut durchtrainierte Fahrer gewesen. Zum Anstieg kann man nicht allzu viel sagen, dieser führte mit einer recht moderaten Steigung nach oben und war gut zu fahren. Als wir am Kloster angekommen waren, hatten wir ein wenig Zeit um uns zu verschnaufen, da die Gruppe auseinander gefallen war. Die Aussicht oben war sehr schön, wir hatten gutes Wetter und es konnten einige Bilder gemacht werden. Oben sahen wir einen russischen Rennradfahrer, der mächtig am trainieren war (immer 3 km Berg runter, und wieder rauf). Als wir uns alle gesammelt hatten, machten wir uns an die Abfahrt. Unten stellten wir fest, dass zwei von uns fehlten, die leider während der Abfahrt einen Defekt hatten. So machten sich alle, außer Walter, auf den Weg nach Kornos um ein Cafe zu finden. Walter wollte auf die verbliebenen warten. Die Bedienung im Cafe war ein wenig überfordert von dem großen Ansturm der Rennradfahrer. Nach der Mittagsstunde machten wir uns wieder auf den Weg um eine gemütliche Route in Richtung Hotel zu nehmen. In Pano Lefkara teilten wir uns auf, die einen wollten noch eine kleine Runde in den Bergen drehen, die anderen fuhren auf dem direkten Weg ins Hotel. Patrick, Gerhard und ich nahmen natürlich die Bergroute, welche sich im Endeffekt als Kraft raubend und durch einen kleinen Umweg für den ersten Tag als recht lang erwies. Wir kamen kurz vor Dunkelheit im Hotel an.
Mit dem Rad nach Westen
Unsere heutige Etappe sollte vom Profil her recht flach bleiben. Der erste Teil führte uns in Richtung Zentrum von Limassol, welches wir durchquerten. Der schönste Teil der Stadt ist die Altstadt mit dem Hafen, was nicht so schön war, war der starke Verkehr. Von Limassol fuhren wir in Richtung Naturschutzgebiet, in welches man nicht ganz reinkommt, da wie an vielen Stellen auf Zypern das Militär dort eine Basis hat. Jetzt sollte uns der Weg direkt in Richtung Paphos führen immer am Meer entlang, an der Bucht von Aphrodite vorbei. Die Straßen waren schön zu fahren mit einigen kurzen knackigen Anstiegen, aber dafür dann auch wieder schöne Abfahrten. Wir fuhren vorbei an der Basis der Royal Air Force, dieses ist ein Überbleibsel der Briten. Als wir ca. 50 km auf der Uhr hatten, suchten wir nach einem Cafe um unsere Reserven wieder aufzutanken. Dieses stellt sich zu dieser Jahreszeit als schwer da, als ersten Anlauf suchten wir eine angebliche Bar in der Nähe eines Strandes auf, welche aber leider geschlossen war. So machten wir uns auf den Rückweg. Als wir 5 km gefahren waren, entdeckten wir am Straßenrand ein Cafe, wo die Bedienung mal wieder mit dem Ansturm überfordert war. Auf der Frage nach Nescafe oder zypriotischem Kaffee fiel die Entscheidung leicht. Jetzt sollte nur noch gemütlich zum Hotel zurückgefahren werden. Diesmal wollten wir allerdings nicht durch das Zentrum von Limassol fahren, sondern einen anderen Weg finden. Diesen Weg fanden wir zum Glück und was für ein Weg! Er führte uns direkt über einen zum Teil ausgetrockneten Salzsee, der inmitten eines Naturschutzgebietes liegt. Der Weg war zum Glück so hart, dass man ihn problemlos mit schmalen Rennradreifen durchfahren konnte. Dieses war ein einmaliges Erlebnis für uns und wir kamen glücklich nach 110 km im Hotel an.
Reisebericht Zypern
Gewitter in den Bergen – eine kurze und klatschnasse Etappe
Dass das Wetter an diesem Donnerstag nicht berauschend werden würde, darauf hatte uns Walter schon am Vorabend hingewiesen. Walter, Triathlet und Iron-Man-Veteran, war für das sportliche Programm mit verantwortlich. Aber was soll's. Immhin war das hier eine Ferieninsel im Mittelmeer.
Voller Hoffnung, trotz Gewitterwarnungen eine lange und sportliche Ausfahrt in die Berge machen zu können, verließen wir in Zweierreihen den Hotelparkplatz und achteten peinlich darauf, nicht mit den Vorderrädern in dem riesigen Abflussgitter am Eingangstor stecken zu bleiben. Wir fuhren in östlicher Richtung parallel zur Hauptstraße, bogen auf die E108 ein, passierten Monagroulli um schließlich bis Asgata in nordöstlicher Richtung zu rollen. Die Ausläufer waren noch harmlos. Wir konnten uns bei leichten Anstiegen angeregt unterhalten und eine Landschaft genießen, die mit ihren frischen Gräsern und Erlenblättrigen Eichen fast in Süddeutschland hätte liegen können. Wir waren alle von der ausgiebigen Tour vom Vortag so richtig warm gefahren und nahmen auch die steileren Anstiege hinter Platies mit Humor. Aber hier fing unsere Gruppe schon an, auseinander zu fallen. Der eine oder andere fluchte, dass er weder über eine Kompaktkurbel noch über eine für die Berge günstige Übersetzung verfügte. das betraf vor allem uns „Südschweden“. Einige hatten damit zu tun, die nicht ganz so Trainierten „hochzuschieben“. Irgendwann verzichteten wir auch auf die Pausen oben auf dem Hügel, bei denen alle wieder zusammen kamen. Stattdessen widmete sich jeder der immer stärker werdenden Steigung, die kein Ende nehmen wollte. Ich musste öfters aus dem Sattel, obwohl ich hinten schon auf dem größten Ritzel fuhr. Der leichte Regen, der bald hinter der Hauptstraße begonnen hatte, ging in einen feinen Sprühregen über. Ab 500 Höhenmetern tauchten wir in eine Waschküche ein. Ich konnte von Volker, Georg und Herbert vor mir nur Schemen erkennen, obwohl sie gerade einmal dreißig Meter entfernt waren. Schnaufend erreichten André und Ich den höchsten Punkt hinter Sanida. Von Westen vernahmen wir das Grollen eines herannahenden Gewitters. Außer Armlingen und einer Regenjacke hatte ich nichts, um mich gegen die Kälte zu schützen, die immer schneidender wurde. Immerhin half es etwas gegen den sintflutartigen Regen, der jetzt einsetzte. Es hatte keinen Zweck, wir mussten auf dem schnellsten Weg runter ins Tal und in die wohlige Wärme unseres Hotelzimmers. Von nun an ging es auf einer gut ausgebauten Straße immer bergab. Teilweise mit 60 km/h legten wir uns in die Kurven, in denen kleine Sturzbäche über die Fahrbahn liefen. Ich zitterte wie Espenlaub und die Bremsen griffen Dank der Nässe so gut gar nicht mehr. Irgendetwas klapperte ganz laut und ich dachte zuerst , das könnte die Pumpe oder ein loser Flaschenhalter sein. Schließlich begriff ich, dass das Klappern von meinen Zähnen herrührte.
Trotz zahlreicher Baustellen und abrupt schlechter werdender Fahrbahn, in deren Pfützen sich jederzeit tiefe Schlaglöcher verbergen konnten, schafften wir in einem großen Pulk ohne Sturz die Rückfahrt zum Hotel. Nass bis auf die Knochen sahen wir vom Fenster unseres Hotelzimmers aus zu, wie in südwestlicher Richtung riesige Blitze über das Mittelmeer zuckten.
Der so genannte „Ruhetag“
Was ist der wohl wichtigste Tag im Trainingslager? Der Ruhetag. Dieser Donnerstag sollte unser Ruhetag werden. Natürlich pfiffen wir auf diese goldene Regel. Wir hatten durch das Unwetter schon den gestrigen Tag verloren. Walter in ein paar andere Fahrer vom DAV Hersbrück wollten zumindest 24 Stunden lang das Rad nicht besteigen und somit erst am Nachmittag in die Berge fahren. Gerhard, Herbert, Carsten, Andre und Ich entschieden uns für eine ruhige Ausfahrt nach dem Frühstück in den Osten Zyperns. Unser Ziel hieß Larnaka. Carsten hatte beim Frühstück einen Engländer aus der Nähe von Hanborough zu unserer Tour eingeladen. Als Mitglied eines englischen Touringclubs trainierte er hier alleine in Zypern. Der Engländer war ganz davon angetan, dass wir heute unseren „Ruhetag“ hatten, da er noch stark an seiner Form arbeiten musste. Er schloss sich uns an.
Im lockeren Pulk fuhren wir an Pentakamo und der Governor's Beach vorbei, um auf die E107 in Richtung Küste abzubiegen. Carsten war von uns der einzige, der von Anfang an ein Tempo im GA1 -Bereich einhielt, und so mussten wir kurz warten, um ihn beim Abzweig nicht zu verlieren.
Unbewusst schraubten wir das Tempo immer mehr in die Höhe, angefeuert vom starken Rückenwind. Der Engländer muss hier schon seine Zweifel an unserer Definition eines Ruhetags gehabt haben. Sechzig Kilometer lang genossen wir die Aussicht auf das Mittelmeer rechts von uns und freuten uns darüber, dass die Straße nicht ganz so dicht befahren wurde. Bei schwachem Höhenprofil mussten wir nur ab und zu aus dem Sattel gehen, um über einen Hügel zu kommen. Wir unterhielten uns über die Vorzüge des Radfahrens, hielten kurz an der luxuriösen Anlage des Aldiana Clubs, um bei der Pinkelpause von den Hunden eines Wachmannes verscheucht zu werden. In einem kleinen Restaurant vor Kiti wärmten wir uns bei einem Nescafé auf und entschlossen, doch nicht weiter nach Larnaka zu fahren, da der Wind merklich aufgefrischt hatte.
Bei starkem, ablandigem Wind bildeten Herbert und Gerhard eine Formation, der sich der Rest von uns schnell anschloss, damit jeder so weit wie möglich im Windschatten fahren konnte. Das lief auch ganz gut, allerdings ließen Gerhard und ich uns irgendwann nicht mehr zurück fallen, sondern wurden vom Hintermann überholt, was das Tempo beim Wechsel immer weiter in die Höhe schraubte. Der Engländer gab auf und auch Carsten setzte sich vor Zygi von uns ab, um weiter in seinem GA1-Bereich zu fahren. Während André erst Carsten und Gerhard schließlich André suchte, zog Carsten seelenruhig an uns vorbei.
Anstatt es Carsten gleich zu tun zogen Gerhard und Herbert auf den letzten Kilometern vor dem Hotel das Tempo nochmals an und fuhren irgendwann einen 38er-Schnitt. Als meine Pumpe über einen längeren Zeitraum mit 170 Takten lief, ließ ich abreißen. Dies entsprach nun wirklich nicht mehr meinem GA1-Bereich.
Und noch einmal nach Larnaka
Positiv gewendet konnten Carsten, André und Ich sagen, dass wir die heutige Strecke schon zum großen Teil kannten. Es ging wieder in östlicher Richtung – diesmal aber ganz nach Larnaka und in einem fünfzehnköpfigen Team. Francesco musste eine Erkältung auskurieren. Das besonders spektakuläre an dieser Fahrt war, dass wir sehr lange auf unseren Fitnesstrainer Gunther Klos warten musste. Der durfte im Hotel den ausgewechselten Schlauch seines Vorderrades wieder aufpumpen, nachdem dem alten zwei Kilometer hinter dem Hotel die Luft ausgegangen war. Wir verabredeten uns mit ihm in Zygi, um dann doch unverrichteter Dinge zum Aldiana Club weiterzufahren. Wie es sich herausstellte, kam Gunther nicht so schnell an seinen Rennkompressor heran, da in dem Hotel gerade wegen einer bedeutenden Oldtimer-Ralley hoher zypriotischer Staatsbesuch für die eine oder andere Absperrung sorgte.
Endlich vollzählig, konnten wir noch einmal über die fürstlichen Preise für eine Woche Vollpension im Aldiana Club staunen und dann eine 130 Kilometer lange Rundfahrt bei strahlendem Sonnenschein und ziemlich frischem Wind über Larnaka und Pyga absolvieren.
Der Aufstieg zum Olymp
Wir begannen die Ausfahrt am Tag vor unserer Abreise in Gesellschaft von Marathonläufern. Die gesamte Hauptstraße am Ufer von Limassol entlang war für den zypriotischen Marathon gesperrt. Es war schon komisch, von jungen Helferinnen scherzhaft Wasserflaschen hingehalten zu bekommen und vorsichtig um britische, koreanische und griechische Läufer herum zu kurven, die schon ein paar Kilometer mehr als wir hinter sich hatten. Nach ungefähr acht Kilometern, noch vor dem Zoo von Limassol, bog unsere fast vollzählige Gruppe in Richtung Nordwesten ab, fuhr noch geraume Zeit durch das riesige Stadtgebiet Limassols, um schließlich auf der mehrspurigen M8 zu landen. Unser Ziel war das Troodos-Massiv, der Olympos um genauer zu sein. Wir wollten so nah wie möglich an den Beinahe-Zweitausender ran, auch wenn das Wetter mal wieder alles andere als vielversprechend aussah. Die erste Etappe über die vielbefahrene Straße absolvierten wir eher schweigsam, viele vielleicht schon in Gedanken bei der morgigen Abreise. Die Anstiege wurden steiler und bei einer der folgenden rasanten Abfahrten schaffte ich es, mich gleich hinter Gerhard, unserem stärksten Fahrer, und vor dem Feld zu platzieren. Hebert und Georg – die üblichen Verdächtigen, wenn es um steile Anstiege ging, hielten sich hinten im Feld zurück. Und da keiner mitziehen wollte, wurde der Abstand zwischen uns und dem Rest immer größer. Anfangs fiel es mir leicht, an Gerhard dran zu bleiben. Doch dann wurde auch mein Abstand zu ihm größer und ich glaubte schon, demnächst vom Feld hinter mir eingeholt zu werden. Aber da war niemand mehr. Ich nahm alle meine Kräfte zusammen und konzentrierte mich darauf, an Gerhard dran zu bleiben. Immer höher schraubten wir uns die auf der kurvenreichen Sraße ins Troodos-Massiv. Auf der linken Seite taten sich die ersten atemberaubenden Ausblicke in weitläufige Täler auf. Ich griff zum Unterlenker, denn bei den sporadischen Abfahrten hatte ich alle Mühe, aufgrund des Gegenwindes überhaupt 30 km/h zu erreichen. Beim Blick nach hinten sah ich eine kleine Verfolgergruppe in cirka hundertfünfzig Metern Abstand. Das erste Mal fühlte ich mich wie ein Rennfahrer in den Alpen, der sich einen Vorsprung vor dem Feld herausgearbeitet hatte. Ich hatte alle Hände voll zu tun, den Abstand zwischen Gerhard und mir nicht noch größer werden zu lassen, und wir hatten vielleicht erst ein Drittel der gesamten Höhenmeter absolviert. Und die steilen Anstiege würden zweifellos erst noch kommen. Ich beschloss, abreißen zu lassen und mich der nachfolgenden Gruppe anzuschließen. Gerhard verschwand hinter der nächsten Kurve und tauchte schließlich wesentlich kleiner wieder auf. Nach einer weiteren Kurve war er verschwunden. Ein Abzweig kam und da ich keine Ahnung hatte, ob ich noch auf dem richtigen Weg war, hielt ich an. Es dauerte nicht lange, dann kamen Herbert, Carsten und André. Irgendwann kamen die anderen und schließlich auch Gerhard, in dicke Handschuhe und eine Jacke eingepackt. Er war ein ganzes Stück den Berg hochgefahren und auf Kälte und Regen gestoßen. Diese Auskunft reichte dem Rest der Gruppe, den Abzweig Richtung Osten zu nehmen und nicht auf den Olympos hochzufahren.
Carsten, André und ich wollten es wissen. Wir nahmen den Berg in Angriff. Schnell wurden wir mit einer elfprozentigen Steigung konfrontiert. Zumeist im Wiegeschritt arbeiteten wir uns Meter für Meter hoch, Völlig am Ende, ein Gelpaket schlürfend, bekam ich zuerst gar nicht mit, dass ich seit geramer Zeit auf dem großen Blatt fuhr. Ich hatte einfach vergessen, zurück zu schalten. Bis auf 1450 Meter Höhe arbeiteten wir uns so vor, dann wurde der Wind hinter jeder zweiten Biegung so schneidend, dass es einem die Luft abschnürte. Das Thermometer fiel auf unter zehn Grad, Schneeregen setzte ein. Mir reichte es. Ich hatte Angst vor der Abfahrt auf einer wenn nicht vereisten dann zumindest rutschigen Fahrbahn. Außerdem war ich auch nicht besonders dick angezogen. André und ich entschieden uns für den Rückweg, Carsten wollte bis zum Gipfel hoch.
Während Carsten sich weitere 3 Kilometer und 450 Höhenmeter hocharbeitete und nach einer Rast in einer Taverne eine ungefährliche und bequeme Abfahrt fand, fuhren wir schlotternd im Sturzflug auf der gleichen Waschbrettpiste wieder runter, auf der wir hoch gekommen waren. Wir hatten allerhand damit zu tun, uns nicht beim Abstemmen gegen das Gefälle die Arme zu brechen und mussten zwischendurch meine billigen Wildlederhandschuhe tauschen, damit an unseren Fingern keine Erfrierungen auftraten.
Immerhin wurden André und ich noch mit einer ruhigen Tour um einen malerischen Stausee belohnt und konnten mit ein paar spektakulären Fotos den sportlichen Teil unserer Reise ausklingen lassen.
Nachdem die letzten Veranstaltungen nun schon eine Weile zurückliegen befassen wir uns nun mit der Planung für die kommende Saison. Unter Termine finden sich alle Rennen des German Cycling Cups und weitere Veranstaltungen zur Auswahl. Die "Buchung" der Teilnahme ist nur für registrierte Benutzer möglich.
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Derzeit werden massenhaft SPAM-User im System angelegt. Um dies zu unterbinden habe ich die Registrierung abgeschaltet. Das heißt neue Benutzer können derzeit nur von mir angelegt werden. In den nächsten Tagen hoffe ich das Problem lösen zu können.
UPDATE: Da es bisher keine zufriedenstellende Lösung gibt, werde ich die Benutzerregistrierung vorerst abgeschaltet lassen. Gerne richte ich auf Anfrage ein Benutzerkonto ein.
Um neue die Bekleidung rechtzeitig zur Saison 2010 zubekommen, wollen wir wieder rechtzeitig Bestellungen sammeln. Wenn wir Ende September/Anfang Oktober bestellen, sollte die Teambekleidung rechtzeitig bis Anfang 2010 bei uns eintreffen. Alle interessierten THW-Angehörigen können THW-Teambekleidung bestellen. Hierfür haben wir ein Formular (PDF) erstellt. Die Preise für unsere derzeit gültige Staffel finden sich im Formular.
Informationen über das Material der Einsätze und der Kleidung finden sich auf der Seite des Herstellers.