Bekannter ist das Rennen sicher immer noch als „Rund um den Henniger Turm“. Aber so ist das: Neue Sponsoren –neuer Name! Dem Radsportler kann es recht sein, ist das Rennen doch dadurch gesichert. Für Josef und mich war es die erste Teilnahme dort. Nach den bekannten Problemen in der Vorbereitung auf die Saison hatten wir uns auf die mittlere Distanz festgelegt. 70km mit nominell ca. 300Hm (nach Tacho hatte ich dann 71,5km und 450hm) auf zwei unterschiedlich langen Schleifen um den Startplatz Eschborn. Also weitgehend flaches Profil mit kleinen Steigungen (max. 5%).
Die Anreise erfolgte nach einer sehr kurzen und unruhigen Nacht (so ist das auf dem Dorf in der Mainacht halt), mit Start um 5.30Uhr in der Eifel. Ankunft kurz nach sieben. Einschreibung und umziehen und schon war es soweit, der Start erfolgte pünktlich um 09.00Uhr. Nachdem auf der Anreise die Wolken schon immer dichter wurden fing es dann zum Rennen genauso pünktlich an zu regnen. Und das sollte auch nicht mehr aufhören. Der Start erfolgte als Massenstart zusammen mit den Fahrer der Langstrecke, was uns deutlich machte, dass es unterwegs eine Streckenteilung geben musste. Das hatten wir glatt überlesen! Nachdem ich im A-Block und Josef im B-Block starten sollte, startete ich mit Josef zusammen aus dem B-Block.
Das Rennen begann wie fast immer mit sehr hohem Tempo und schon nach kurzer Zeit war mir klar, dass es kein guter Tag wird. Schon nach 5km fürchtete ich regelrecht zu explodieren. Vielleicht war die Vorbelastung mit nachfolgender osteopathischer Behandlung am Freitagabend doch nicht ganz gelungen. Josef klagte aber über ähnliche Probleme. Also Zähne zusammen beißen... und weiter.
Die Strecke war alles andere als besonders schön. Es ging lange Strecken über au-tobahnähnliche Zubringer und dann in das Bankenviertel von Frankfurt. Zuschauer weitestgehend Fehlanzeige! Kein Vergleich mit Köln am Ostermontag! Dazu auch immer wieder durch Kreisverkehre und um Häuserecken mit dann unvermutet auf-tauchenden Hindernissen in Form von parkenden Autos oder Baustellen. Ein Höhe-punkt: Das Abbiegen und queren mehrerer Straßenbahngleise, die in unterschiedliche Richtung verliefen, so dass man nicht alle im stumpfen Winkel queren konnte. In beiden Runden hörte ich dann jeweils hinter mir die bekannten und ungeliebten Geräusche. Nach meinen Anfangsproblemen hatte ich Josef aus den Augen verloren und tat alles um möglichst schonend mit Gruppen mitzugehen. Irgendwann dann kam Josef von vorne zurück, er hatte den Anschluss an die erste Gruppe verloren. Wir hielten uns fortan möglichst weit vorne auf aber trotzdem aus jeder Führung raus. Das war das Sicherste und Beste auf den schmierigen Straßen. Auf den letzten 20km wurde uns dann deutlich, was es sonst noch so im Angebot gab bei dieser Veranstaltung. Wir fuhren auf immer mehr Skater auf, erst vereinzelt, dann ganze Gruppen. Das kommt besonders gut in engen Passagen oder wenn Skater und Radler gleichzeitig um 90°-Ecken wollen. Die Skater hatten noch größere Probleme mit den Witterungsbedingungen und Straßenverhältnissen und so war so manch haarige Situation zu überstehen. Die Skater können ja auch nichts dafür, aber das muss man wirklich nicht habe! Daneben waren die (wenigen) Handbiker auch noch zu beachten, die sieht man wegen ihrer geringen Höhe aus dem Feld heraus schlicht nicht. So gesehen war ich sehr froh, als wir auf die Zielgerade einbogen, nachdem es vorher noch einige Probleme wegen mangelhafter Streckenauszeichnung gegeben hatte (so war ich zwischenzeitlich auf einmal ganz vorne, weil vor mir 20 Mann verkehrt abgebogen sind!). Ein kurzer vermurkster Endspurt (die Einfahrt war schlecht ge-kennzeichnet), Josef überspurtet (der hat aber trotzdem die bessere Zeit) und wir waren gesund und heil im Ziel.
Nass und mit dunklem Teint (aber leider nicht von der Sonne), gaben wir schnell die Transponder ab, holten uns die (Gold)Medaillen und ab zum Auto. Auf Duschen (weit weg) verzichteten wir, sondern rieben und mit Handtüchern sauber und trocken und zogen warme Sachen an. Die „Ponnys“ kamen anschließend erst dran und wurden dann sicher im Auto verstaut. Kurz noch mal über die Ausstellung und was essen und trinken (dabei dem Profistart zuschauend) und dann machten wir uns schnell auf den Heimweg.
Resümee: Ein Rennen, dass man nicht unbedingt wieder fahren muss (wenn schon, dann vielleicht eher die lange Runde durch den Taunus... wenn man die Form hat). Mein Urteil: Von den bisherigen Rennen das unattraktivste.
Das Gute? Die Ergebnisse immerhin sind besser als noch in Köln. Das lässt Josef und mich hoffen, dass es weiter aufwärts geht. Auch im GCC-Cup konnten wir uns in der Altersklasse deutlich weiter nach vorne verbessern, die Gesamtwertung fällt dagegen schlechter aus. Das liegt aber zum Teil daran, das andere schon 3 Rennen (+ Göttingen) in der Wertung haben. Ich gehe davon aus, dass wir das Pfingstsonntag bei den Neuseenclassics ändern werden!
Schade? Schade, dass wir für die ersten Rennen keine Mannschaft zusammen be-kommen haben, so stehen wir in der Teamwertung noch ohne Wertung da. Auch das wird sich aber Pfingsten ja ändern.
Nachdem die letzten Veranstaltungen nun schon eine Weile zurückliegen befassen wir uns nun mit der Planung für die kommende Saison. Unter Termine finden sich alle Rennen des German Cycling Cups und weitere Veranstaltungen zur Auswahl. Die "Buchung" der Teilnahme ist nur für registrierte Benutzer möglich.
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Um neue die Bekleidung rechtzeitig zur Saison 2010 zubekommen, wollen wir wieder rechtzeitig Bestellungen sammeln. Wenn wir Ende September/Anfang Oktober bestellen, sollte die Teambekleidung rechtzeitig bis Anfang 2010 bei uns eintreffen. Alle interessierten THW-Angehörigen können THW-Teambekleidung bestellen. Hierfür haben wir ein Formular (PDF) erstellt. Die Preise für unsere derzeit gültige Staffel finden sich im Formular.
Informationen über das Material der Einsätze und der Kleidung finden sich auf der Seite des Herstellers.